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Kerosin, Schweiss und Steppenstaub – die Zutaten für unsere Raketenuhr.

Die Suche nach dem exklusiven Original-Raketenmaterial ist jedes Mal aufs Neue Abenteuer pur. Denn die Reise führt uns auf Schotterwegen in streng bewachtes militärisches Sperrgebiet inmitten der kasachischen Steppe, in Schwierigkeiten verschiedenster Art und meist an unsere Grenzen.

Beim morgendlichen Waldlauf entlang des Werenbachs war sie plötzlich da. Die verrückte Idee, Uhren aus dem Material geflogener Weltallraketen zu produzieren,» erzählt Werenbach-Gründer und CEO Patrick Hohmann. Das war vor mehr als zehn Jahren. Seither ist aus der ‘Schnapsidee’, wie sie von vielen zu Beginn salopp bezeichnet wurde, ein Unternehmen entstanden, das die etablierte Uhrenwelt staunen lässt. Bis es allerdings so weit war, forderte das Unterfangen vollen Einsatz, viel Energie und noch mehr Nerven. Denn: Raketenmaterial gibt es nicht einfach im Laden um die Ecke zu kaufen.

Reise ins Ungewisse

Die erste Reise nach Kasachstan machten Hohmann und seine Crew im Frühjahr 2012. Dort, in streng bewachtem, militärischem Sperrgebiet inmitten der kasachischen Steppe, landen die abgebrannten Raketenstufen, der im Kosmodrom Baikonur bemannt gestarteten Sojusraketen. «Es gibt nur ganz wenige Menschen, denen der Zutritt in dieses Gelände erlaubt ist. Einer von ihnen ist Muchtar. Als wir hinten bei ihm im Wagen sassen und den rauchenden Trümmerteilen entgegenfuhren, spürten wir das Herz bis in den Hals schlagen. Adrenalin pur.» Zusammen mit Muchtar und seinen Männern half Hohmann, das Material zu bergen. Noch in der Steppe werden die Boosterteile jeweils zerlegt. Dann werden sie in ein Lager transportiert, wo Hohmann die Stücke eigenhändig nach Material und Farbe aussortiert, zusammenstellt und für den Transport in die Schweiz vorbereitet. Doch auch wenn das Material verladen und der Laster dicht gemacht wurde – am Ziel ist Hohmann’s Reise mit Werenbach noch lange nicht.

Wie aus bemannten Weltallraketen Luxusuhren werden.

Um das Raketenmaterial für die Herstellung unserer Uhren nutzbar zu machen, wurden zwei verschiedene Material-Aufbereitungsverfahren entwickelt.

Alles beginnt mit der Material-Selektion vor Ort. Zirka 90% des Raketenmaterials ist für uns nicht brauchbar. Wir benötigen Material, das weder verzogen noch allzu sehr zerkratzt ist. Dennoch achten wir auch auf Stücke, die besonders spannende Kratz- oder Brandspuren aufweisen – denn dieses Material ist für ausgefallene Einzelstücke geeignet.

Das selektierte Material wird anschliessend in zwei verschiedenen Verfahren zu Zifferblättern verarbeitet. Beide Materialverarbeitungsmethoden sind in der Uhrenindustrie einmalig.

Feinmechanisches Verfahren (Originale Oberflächen)
Beim feinmechanischen Verfahren schneiden wir die Zifferblätter direkt aus der Raketenaussenhaut. Dabei bleibt die Raketenoberfläche erhalten. Die Zifferblätter weisen die Originalfarben der Rakete auf (Orange, Olive und Weiss). Silberfarbene Zifferblätter stammen von der unbeschichteten Innenseite der Booster. Da die Zifferblätter original sind, verfügen sie über kleine Kratzspuren, welche jedes Zifferblatt zu einem Unikat machen.

Für Liebhaber von perfekten Zifferblättern aus originalem Material, haben wir eine spezielle Beschichtung angebracht (Pearl Black, Eclipse) dabei werden sämtliche Kratzspuren und Unregelmössigkeiten eliminiert.

Mikroguss-Verfahren
Beim Mikroguss-Verfahren wird das Material eingeschmolzen und gegossen. Dieses Verfahren erlaubt die Fertigung von Zifferblättern, deren Einfachheit bestechend ist: Aufgrund des Gussverfahrens ist es möglich, den Zifferblättern ein einmaliges 3D-Profil zu geben. Logo und Indexen sind erhaben, andere Bereiche sind vertieft.

Unsere Leidenschaft: Mechanische Uhren. Unser Anspruch: Qualität.

Uns ist nur das Beste gut genug – deshalb verwenden wir bewährte etablierte Schweizer Uhrwerke und arbeiten nur mit den besten Produktions-Partnern der Branche zusammen.

Unsere Herausforderung ist nicht die Qualität, es ist vielmehr uns als Kleinmanufaktur gegen die grossen und bekannten Marken durchzusetzen. Unser Rezept: gleicher Qualitätsanspruch, aber maximal schlanke Geschäftsstrukturen.